Neues Ärtzehaus für Hülsenbusch und ein neuer Standort für uns!

Am 21. Januar 2019 begann mit den ersten Spatenstich der Bau an einem neuen Ärztehaus in Hülsenbusch – ein selbst organisiertes Projekt der Einwohner. 

Um die ärztliche Versorgung der Bewohner zu gewährleisten, entschlossen sie sich, es einfach selbst in die Hand zu nehmen. Durch die "Ärztehaus Hülsenbusch eG" mit inzwischen knapp 220 Mitgliedern, wurde der Bau jetzt möglich.

Wir, das Team der Tagespflege Uwe Söhnchen, sind froh ein Teil dieses tollen Projekts zu sein und den neu entstandenen Raum mit unserer Tagespflege füllen zu können. Unser neuer Standort bietet Raum für weitere 14 pflegebedürftige Personen, denen wir gerne einen Platz in unserer Gemeinschaft geben möchten.

Für uns ein schöner Ausblick in die Zukunft und eine Möglichkeit weiteren Menschen zur Seite zu stehen.

 

 

Oberberg Aktuell ↗︎

Pressetext:

Kürzlich fand der Spatenstich für ein bundesweit einzigartiges genossenschaftlich geführtes Projekt statt.

Die Ärztehaus Hülsenbusch eG wurde im März 2018 gegründet und zählt inzwischen rund 220 Mitglieder.

Die Genossenschaft hat zum Ziel, die ärztliche Versorgung sowie pflegerische und therapeutische Angebote in der ländlichen Region um das Dorf Hülsenbusch dauerhaft sicherzustellen. Darüber hinaus bietet das Projekt durch die genossenschaftliche Organisation den Menschen der Region die Möglichkeit sich aktiv an der Gestaltung ihrer Zukunft zu beteiligen und vorhandenes Kapital sinnvoll, und kontrollierbar zu investieren. Der Schwerpunkt des Projektes liegt auf den Interessen der Gemeinschaft. Entgegen dem allgemeinen Trend zur Infrastrukturentwicklung auf dem Land stellt das vorliegende Projekt eine Ausnahme dar und der Bau eines Ärztehauses ist bislang einmalig in Deutschland.

 

Voraussetzung war unter anderem, dass die passenden Unternehmer gefunden werden konnten. Der Kölner Internist Dr. Patrick Kloos, der die allgemeinmedizinische Praxis von Dr. Oberhoffer in Marienheide übernommen hat, ist überzeugt, dass er die bestehende Dependance in Hülsenbusch in neuen Räumen im Ärztehaus erfolgreich weiterführen kann. Wesentliche Aspekte für diese Entscheidung waren, die aktive Dorfgemeinschaft, die gleichzeitig für eine gute Patientenbindung sorgt, die günstige Verkehrsanbindung mit breiten gut anfahrbaren Stellplätzen rund um das neue Ärztehaus sowie die barrierefreie Erschließung.

Der Kinderarzt Dr. Volker Toelstede aus Gummersbach sieht in diesem Projekt die für ihn einmalige Chance, seine Praxis nach seinen Vorstellungen neu zu gestalten und freut sich ebenfalls über die Vorzüge der vorgeschriebenen Rahmenbedingungen.

Der Unternehmer Uwe Söhnchen, der den Betrieb einer Tagespflegeeinrichtung in Hülsenbusch übernehmen wird, zeichnet sich durch hohe Fachkompetenz aus und gilt in der Branche als einer derjenigen, der auch in Zeiten offensichtlichen Personalmangels im Pflegebereich kompetente und engagierte Mitarbeiter gewinnen kann.

Angezogen durch die Initiative der vorgenannten Unternehmer hatten sich weitere Interessenten gemeldet, die unter dem Dach des Ärztehauses Hülsenbusch tätig werden wollen. Sandra Nowack und Esther Ackermann werden eine Sprachtherapeutische Praxis eröffnen.

Die Grundrisse des Ärztehauses wurden gemeinsam mit den Nutzern entwickelt und zeichnen sich durch Wirtschaftlichkeit und Funktionalität aus.

Gerade die Kombination der verschiedenen Fachkompetenzen wird von den Akteuren als Gewinn betrachtet. Die Ärzte, Pflegekräfte und Therapeuten wollen zusammenarbeiten und aus Sicht der Bevölkerung wird ein interdisziplinäres Angebot für Jung und Alt eröffnet.

Wichtige Ziele der Dorfentwicklung werden gefördert. Die Initiative entspricht den Zielen der Landes- und Bundespolitik im Umgang mit der Pflegeproblematik. Die Ansiedelung des Kinderarztes eröffnet neue Anreize für junge Familien.

 

Das Haus wurde unter Mitwirkung von sechs Architekten aus unterschiedlichen Fachdisziplinen und Bundesländern geplant, um den besonderen Anforderungen an eine zeitgemäße, ländliche Architektur gerecht zu werden.

Der Jahresprimärenergiebedarf des Gebäudes liegt mehr als 50% unter den zulässigen max-Werten der aktuellen EneV (Energieeinsparverordnung). Das Gebäude darf nach heutigem Stand als sehr energiesparend betrachtet werden. Die wesentliche Primärenergiequelle ist Holz in Form von Pellets. Um die Betriebssicherheit zu erhöhen wird zusätzlich eine Gastherme installiert.

Im Dachgeschoß des Hauses sind zwei Eigentumswohnungen, die das Gesamtinvestitionsvolumen sowie das Vermietungsrisiko der Genossenschaft im Rahmen halten.

Im Frühjahr 2020 soll das Ärztehaus in Betrieb gehen.

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